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Verdrängung im Soldiner Kiez geht weiter

Kürzlich erfuhren die Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten der Abteilung Am Luisenbad, dass einige Immobilienobjekte in der Nachbarschaft die Eigentümer wechseln sollen. Die Mieterparteien der Koloniestr. 13, Osloer Str. 93/ 93a staunten nicht schlecht als sie das Schreibens des Bezirksamtes Ende Mai in den Händen hielten, in dem das Bezirksamt mitteilt das Vorkaufsrecht im Millieusschutzgebiet zu prüfen. Folglich schloss sich die Anwohnerschaft zu einer Initiative zusammen.


Wir sehen die Verdrängung im Kiez tagtäglich und spüren auch den steigenden Druck auf die Anwohner. Deswegen setzten wir uns vor wenigen Jahren auch ein im Soldiner Kiez ein Millieuschutzgebiet einzurichten. Nun gilt es unsere Solidarität mit den Anwohnern auszudrücken und das Bezirksamt Mitte davon zu überzeugen hier vom Vorkaufsrecht gebrauch zu machen. Wir bedanken uns bei der BVV-Fraktion der SPD Berlin-Mitte, unseren Stadtrat Ephraim Gothe und allen anderen Akteuren.

Igor Brezovski, Vorsitzender der SPD Am Luisenbad

Umgehend wurden die politischen Entscheidungsträger der Sozialdemokratie vor Ort kontaktiert, darunter federführend der langjährige Wahlkreisabgeordnete Ralf Wieland und die Abgeordnete Dr. Maja Lasić. Die SPD-Fraktion der Bezirksverordnetenversammlung unter Führung des Fraktionsvorsitzenden Sascha Schug verfasste eine Große Anfrage an das Bezirksamt Mitte von Berlin, der sich die Fraktionen der Die.Linke, Bündnis.90/ Die.Grünen, sowie Piraten anschlossen. Schlussendlich konnte der sozialdemokratische Stadtrat Ephraim Gothe einen Teilerfolg für die Anwohnerschaft erzielen, jedoch ist es noch ein langer Weg zum Vorkaufsrecht und die Zeit rennt.